Nyuzi – Accessoires aus Zementsäcken

Superkraft: Schenkt Zementsäcken ein zweites Leben

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Upcycling

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Ressourcenschutz

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Social Impact

Wofür kämpft Nyuzi Blackwhite?

Nyuzi Blackwhite macht vor, was aus vorhandenen Materialien entstehen kann. Das Projekt holt Müll von den Straßen, schont Ressourcen und leistet gleichzeitig wirklich helfende Entwicklungsarbeit. 

Wie denkt Nyuzi Blackwhite neu?

Alte Zementsäcke, die sonst einfach auf den kenianischen Straßen vebrannt werden, sammelt das Team von Nyuzi. Einheimische Näherinnen schulen sie zu Designerinnen für Kleidung aus Zementsäcken.

Was, wenn das alle so machen würden?

Die Kenianer mit dem Vertrieb in europäische Länder zu unterstützen, stärkt sie wirtschaftlich. Lange Transportwege müssen am besten gebündelt und über klimafreundliche Wege gelöst werden.

Die ausführliche Nyuzi Blackwhite Geschichte

Auf die Idee, Taschen aus ausgedienten Zementsäcken zu schneidern, ist Sarah Müller während ihrer Zeit als Voluntärin in Kenia gekommen. Sie ist selbst Schneiderin und hat vor Ort miterlebt, wie düster die Zukunftsaussichten der dortigen Auszubildenden sind. Das Projekt verbindet durch die Unikate aus Abfällen nun zwei Welten. Den Männern und Frauen vor Ort will sie mit den Recylingprodukten fair entlohnte Arbeitsplätze in ihrem Handwerk ermöglichen, indem sie für das Einkommen aus dem Verkauf nach Europa sorgt.

Nahe Nairobi ist das Projekt Karai Childrens Vocational Centre ansässig. Die Werkstatt in denen die Zementsäcke neues Leben eingehaucht bekommen, befindet sich direkt neben einem Berufsschulzentrum. Es verschafft den jungen Menschen praktische Perspektiven nach ihrer Ausbildung und macht das Handwerk deutlich attraktiver. Die Aussicht auf einen fairen Arbeitsplatz für die Absolventen, ist durch eine großzügige Erlösbeteiligung gesichert. Ein fester Prozentsatz aus dem Verkauf jedes Produktes fließt an das gesamte Projekt zurück und unterstützt damit die gesamte lokale Gesellschaft. 

Wasserabweisend, leicht und strapazierfähig

Zementsäcke schützen ihre staubige Füllung vor den äußeren Bedingungen und ermöglichen überhaupt erst ihren Transport. Den Weg bis zu ihrem Bestimmungsort, den rauen Baustellen, müssen sie möglichst unbeschadet überstehen – nur, um dort entleert und entsorgt zu werden. Entsorgen bedeutet in Ländern wie Kenia, dass die Bauarbeiter sie im besten Falle direkt vor Ort verbrennen. Die dabei entstehenden giftigen Gase sind allerdings nur geringfügig weniger schädlich, als wenn die Zementsäcke unkontrolliert in Flüssen und Meeren landen.

Der zweithäufigst verwendete Standardtkunststoff

Polypopylen entsteht aus Propen; einem  Gas das durch thermische Spaltung bei der Erdölverarbeitung gewonnen wird. Durch seine Härte und wärmebeständigen Eigenschaften, ist der Kunststoff ein beliebtes Verpackungsmaterial, das u. a.  in der Lebensmittel-, Textil- und Bauindustrie verwendet wird. Polypropylen ist eigentlich gut recyclebar, verzeichnet mit 1 % allerdings eine der geringsten Recyclingquoten. Grund dafür ist unter anderem ein aufwändiger Reinigungsprozess, wenn das Material als Lebensmittelverpackung Verwendung findet.

Upcycling als Ressourcenschutz

Die Zweitverwertung hat gleich zwei Vorteile: das Abfallprodukt landet nicht unkontrolliert in der Umwelt und es entstehen Produkte daraus, für die keine neuen Ressourcen nötig sind. Eingesammelt und gereinigt erleben alte Zementsäcke als hochwertige Taschen ihren zweiten Frühling. In Kenia ermöglicht das ein Projekt der deutschen Schneiderin Sarah Müller, die damit in einem Atemzug das Bewusstsein für Müllverwertung steigert, Arbeitsplätze schafft und die Straßen sauberer hält.

Wir wollen zeigen, was aus ausrangierten Abfällen, Materialien und Produktionsresten noch entstehen kann. So viele überflüssige Materialien können wiederverwendet werden und verhindern, dass mehr Ressourcen in Anspruch genommen werden. Dafür brauchen wir nur einen wertschätzenderen und bewussteren Umgang mit den Materialien, die uns zur Verfügung stehen.

Sarah Müller

Gründerin

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Website: Nyuzi Blackwhite

Fotos: Nyuzi Blackwhite

Autorin: EM