Angelique’s Finest – Kaffee aus der „Fairchain“

Superkraft: Macht Kaffeebäuerinnen zu Unternehmerinnen

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Social Impact

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Natürlich und Bio

Wofür kämpft Angelique’s Finest?

Die Kooperative will mehr Erlös für das schwarze Gold in die Ursprungsländer des Kaffees bringen. Die Kaffeebauern sollen nicht mehr nur von der rohen Bohne zu niedrigen Weltmarktpreisen leben müssen.

Wie denkt Angelique’s Finest neu?

Sie verlegen mehr Teile der Wertschöpfungskette in das Ursprungsland. Denn die gerösteten Bohnen können zu höheren Preisen verkauft werden als im Rohzustand.

Was, wenn das alle so machen würden?

Die klimatische Auswirkungen des wachsenden Kaffeekonsums macht bedenkenloses Kaffeetrinken kaum möglich. Faire Entlohnung für die Kaffeebauern ist allerdings ein erster wichtiger Schritt.

Die ausführliche Angelique’s Finest Geschichte

Aus Ruanda kommt Kaffee, der dort nicht nur gepflückt sondern auch verarbeitet wird. Die Kaffee-Kooperative empowert ihre Partner, indem sie den Kaffee hier komplett produzieren lassen. Neben der Wasch- und Sortieranlage für die Kaffeebeeren gibt es eine eigene Rösterei. Ihr faires Handelsmodell nennen sie dann liebevoll „Fairchain“, die für einen maximal lokalen Ansatz steht. Einen positiven Nebeneffekt hat die ganzheitliche Lösung auch noch: da die Kaffeebauern die rohen Bohnen selber weiterverarbeiten, entwickeln sie auch ein viel feineres Gespür im Anbau.

Handel auf Augenhöhe

Kaffee im Ursprungsland zu rösten und nicht – wie sonst üblich – in Deutschland, sorgte zunächst für einige Bedenken. Die Qualität gerösteter Bohnen leidet unter langem Transport, gerade für hochklassige Kaffees ist eine frische Röstung unumgänglich. Der Anspruch von Angelique’s Finest ist allerdings, einfach guten, täglichen Kaffee zu erzeugen. Allen voran stehen sowieso die Vorteile, die ihre Lösung für das Anbauland bringt. Die Ausbildung der Arbeiter vor Ort und die gestärkte Verhandlungsposition machen sie zu selbstbewussten Handelspartnern.

Strukturen im Ursprungsland

Um die Wertschöpfungskette selbst in die Hand zu nehmen, schlossen sich mehrere Anbaukooperativen in Ruanda zu einem Unternehmen zusammen. Das kümmert sich um die Weiterverarbeitung und die Handelsbeziehungen nach Europa. Vor Ort ergänzen die Erzeuger ihre Strukturen mit Waschstationen und Sortieranlagen, aber auch Ausbildungsstätten. Und was passt perfekt zu einem guten Kaffee? Milch! Die von der Kooperative angeschafften Kühe dienen allerdings vorrangig dem ökologischen Anbau. Für den benötigen Kaffeebauern natürlichen Dünger, den die Milchproduktion so gleich mit generiert.

Bedenkenloser Kaffeekonsum?!

In Anbetracht der steigenden Nachfrage und der damit verbundenen klimatischen Auswirkungen, bleibt der Genuss des schwarzen Goldes nicht ungetrübt. Die Menschen, die für unsere tägliche Tasse Kaffee sorgen, angemessen zu entlohnen und weiterzubilden, ist ein Anfang. Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, warum konventioneller Kaffeehandel nicht fair sein kann: in einem Pfund Kaffee für 2,69 € sind 1,27 € Kaffee- und Mehrwertsteuer enthalten. Für Anbau, Ernte und Verarbeitung bleiben als klägliche 1,42 € übrig. 

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Die KaffeebäuerInnen dürfen nicht nur reine Rohstofflieferanten sein. Um eine halbwegs vertretbare Zukunft für den Kaffeekonsum zu erarbeiten, müssen sie selbstbewusste ProduzentInnen von Kaffeemarken werden!
Dr. Melanie Grundmann

Gründerin - Marketing und Presse

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Fotos: Angelique’s Finest, Kaffeekoop GmbH, Alexander Probst, Denise K. Uwere/Fairtrade

Autorin: EM